Dr. Agnes Zahn-Harnack, von

Titel: Dr.
Vorname: Agnes
Name: Zahn-Harnack, von
Geburtsname: von Harnack
Beruf: Historikerin, Schriftstellerin
Geburtsdatum: 19.06.1884
Geburtsort: Gießen
Todesdatum: 22.05.1950
Sterbeort: Berlin
Verheiratet seit: 1919
Verheiratet mit: Dr. Karl von Zahn (gest. 1944)
Beruf Ehemann: Jurist, Ministerialbeamter
Kinder: 2 (Edward, geb. 1921; Margarete, geb. 1924)
Ausbildung: 1903 Lehrerinnenexamen; 1908 Studium (Theologie, Germanistik, Anglistik) in Berlin; 1912 Promotion in Greifswald
Beruflicher Werdegang: 1903-1914 im Schuldienst, ab Sep. 1914 beim Nationalen Frauendienst, 1916 Leitung des Frauenreferats der zentralen Kriegsamtsstelle; 1918-1924 wieder im Schuldienst, 1927-1932 historische Studien; Herausgabe der Bibliographie zur Frauenfrage in Zusammenarbeit mit der Preußischen Staatsbibliothek; 1933 Rückzug von allen Ämtern und schriftstellerische Tätigkeit; 1945 Initiatorin des Wiederaufbaus der Berliner Frauenorganisationen; 1949 Ehrendoktor der Univ. Marburg
Mitgliedschaften: Mitbegründerin des DAB, 1926-1930 Vorsitzende; seit 1928 in der Studienstiftung des Deutschen Volkes; 1931-1933 Vorsitzende des BDF; Mitglied der Ev.-Sozialen Vereinigung, von 1919-1933 in der DDP, bis 1934 Delegierte und Mitglied im Conference Committee der IFUW; 1945 Gründungsmitglied des Wilmersdorfer Frauenbundes (später Berliner Frauenbund 1945 e.V.), Initiatorin der Akad. Kommission des Wilmersdorfer Frauenbundes und der Wiedergründung des DAB; 1949 Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Berliner Frauenverbände
Biographische Literatur: Irene Stoehr, Agnes von Zahn-Harnack, in: Renate Genth, Reingard Jäkl, Rita Pawlowski, Ingrid Schmidt-Harzbach (Hg.), Frauenpolitik und politisches Wirken von Frauen im Berlin der Nachkriegszeit 1945-1949, Berlin 1996, S. 348-358; Hans Cymorek, Friedrich Wilhelm Graf, Agnes von Zahn-Harnack (1884–1950), in: Inge Mager (Hg.), Frauenprofile des Luthertums. Lebensgeschichten im 20. Jahrhundert, Gütersloh 2005, S. 202–251; Gisa Bauer, Kulturprotestantismus und frühe Frauenbewegung: Agnes von Zahn-Harnack (1884-1950); [Neue Deutsche Biographie, Agnes Zahn-Harnack](http://www.deutsche-biographie.de/sfz26919.html)
Hauptwerke: Die arbeitende Frau (Breslau: Hirt, 1924); Die Frauenbewegung. Geschichte, Probleme, Ziele (Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft, 1928); Die Frauenfrage in Deutschland (München: Saur, 1934); Adolf von Harnack (Berlin: Bott, 1936); “Geschichte des Deutschen Akademikerinnenbundes, 1926–1933” (1948), in: Marga Anders und Ilse Reiche (hg.), Agnes von Zahn-Harnack. Schriften und Reden, 1914-1950, S. 7 (Tübingen: Hopfer, 1964)