Dr. Charlotte Leubuscher

Titel: Dr.
Vorname: Charlotte
Name: Leubuscher
Beruf: Nationalökonomin, Professorin
Geburtsdatum: 24.07.1888
Geburtsort: Jena
Todesdatum: 02.06.1961
Sterbeort: London
Ausbildung: 1903 Abschluss der Höheren Töchterschule; 1903-1905 Lehrerinnenseminar in Meiningen; 1909 Abitur und dreimonatiger Aufenthalt am Girton College, Cambridge; Studium (Nationalökonomie, Geschichte, Philosophie) in Gießen, München und Berlin; 1913 Promotion
Beruflicher Werdegang: 1914 Mitarbeit an einer Lexikon-Edition; 1915-1919 Anstellung in statistischen Abteilungen von städtischen und staatlichen Behörden; 1919-1921 wiss. Assistentin und Habilitation bei dem Statistiker Heinrich Herkner; bis 1929 Lehrtätigkeit in Berlin und Göttingen; 1929 apl. Prof.; 1929-1930 Forschungsaufenthalt in Südafrika; 1933 Suspendierung von der Lehre und Aberkennung der Professur; 1933 Emigration nach Großbritannien; bis 1942 Fellowships am Girton College, Cambridge, Lady Magaret Hall College, Oxford und an der London School of Economics; 1945-1951 Anstellung im brit. Kolonialministerium; 1951-1955 Research Fellow an der Univ. Manchester
Mitgliedschaften: Verein für Sozialpolitik und Gesellschaft für Soziale Reform; 1923-1933 Vorsitzende der Vereinigung der Nationalökonominnen; 1926-1933 Verband der Hochschullehrerinnen Deutschlands
Biographische Literatur: Philine Scholze, Überleben als Wissenschaftlerin in der Emigration. Charlotte Leubuscher (1888-1961): Professorin der Nationalökonomie in der Weimarer Republik, in: Elisabeth Dickmann, Eva Schöck-Quinteros (Hg.), Zuflucht Exil? Jüdische Wissenschaftlerinnen in der Emigration 1933 bis 1945 (Schriftenreihe des Hedwig Hintze-Instituts Bremen, Bd. 11), Berlin 2008; Philine Scholze, Charlotte Leubuscher (1888-1961). Eine Staatswissenschaft der ersten Wissenschaftlerinnengeneration, Magisterarbeit, Berlin 1999; [Neue Deutsche Biographie, Charlotte Leubuscher](http://www.deutsche-biographie.de/sfz092_00762_1.html)
Hauptwerke: Der Arbeitskampf der englischen Eisenbahner im Jahre 1911. Mit einem einleitenden Überblick über die allgemeinen Entwicklungstendenzen in der heutigen englischen Arbeiterbewegung (München: Duncker & Humblot, 1913); Liberalismus und Protektionismus in der englischen Wirtschaftspolitik seit dem Kriege (Jena: Fischer, 1927); Der südafrikanische Eingeborene als Industriearbeiter und als Stadtbewohner (Jena: Fischer, 1931); Bulk Buying from the Colonies (London: Oxford University Press, 1956); The West African Shipping Trade 1909–1959 (Leiden: Sythoff, 1963; posthum veröffentlicht, herausgegeben von Kate Liepmann)