Dr. med. Ilse Szagunn

Titel: Dr. med.
Vorname: Ilse
Name: Szagunn
Beruf: Ärztin
Geburtsdatum: 16.09.1887
Geburtsort: Berlin
Todesdatum: 10.03.1971
Sterbeort: Berlin
Verheiratet seit: 1914
Verheiratet mit: Walter Szagunn
Beruf Ehemann: Jurist, Bankdirektor
Kinder: 2 (Volkhard, geb. 1923; Helfried, 1925-1945)
Ausbildung: 1912 medizinisches Staatsexamen in Berlin, 1913 Approbation und Promotion
Beruflicher Werdegang: 1914-1927 Leitung der Säuglings- und Mütterberatungsstelle in Berlin-Charlottenburg; Schulärztin an den städt. Lyzeen und Studienanstalten Charlottenburgs, Berufsschulärztin; 1917-1925 eigene Praxis; 1919-1931 Dozentin an der Sozialen Frauenschule von Alice Salomon, der Frauenschule in Charlottenburg und der Wohlfahrtsschule der Inneren Mission in Berlin; 1927-1943 Leiterin der ev. Eheberatungsstelle in Berlin-Friedenau, 1940 zugel. beim Amt für Volksgesundheit; 1941-1944 Schriftleiterin der Zeitschrift "Die Ärztin" im Auftrag der Reichsärzteführung; 1945-1967 Arztpraxis in Berlin-Lichterfelde
Mitgliedschaften: ab 1909 im Deutschen Akadem. Frauenbund, 1926 Vorsitzende Deutscher Verband Akadem. Frauenvereine; 1924-1936 im BDÄ; 1925-1928 Bezirksverordnete der DVP; 1926-1933 stellvertretende Vorsitzende des DAB; 1953 Bundesverdienstkreuz am Bande, Ehrenmitglied des wiedergegründeten Deutschen Ärztinnenbundes; 1961 Ehrenmitglied der Berliner Med. Gesellschaft
Biographische Literatur: Johanna Bleker, Sabine Schleiermacher, Ärztinnen aus dem Kaiserreich. Lebensläufe einer Generation, Weinheim 2000, S. 296 f; Luisa Sach, Gedenke, daß du eine deutsche Frau bist!“ Die Ärztin und Bevölkerungspolitikerin Ilse Szagunn (1887-1971) in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, (Diss.) Berlin 2006
Hauptwerke: “Wandlungen in den geistigen Grundlagen der Familie”, in: Die deutsche Bevölkerungsfrage im europäischen Raum (1929), S. 86–91; Psychotherapie und Religion (München: Banaschewski, 1964); “Mensch und Automation”, in: Soziale Arbeit 14 (1965)
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