Dr. Dr. med. Else (Elsa) Liefmann

Titel: Dr. Dr. med.
Vorname: Else (Elsa)
Name: Liefmann
Beruf: Ärztin
Geburtsdatum: 27.05.1881
Geburtsort: Hamburg
Todesdatum: 24.05.1970
Sterbeort: Zürich
Ausbildung: 1897-1900 Lehrerinnenseminar in Hamburg; 1900-1902 Oberrealschule in Freiburg; 1903 Abitur am Realgymnasium Geesten; 1902-1907 Studium (Medizin) in Freiburg und München; 1908 Promotion, 1909 Approbation
Beruflicher Werdegang: 1915-1918 Assistenzärztin am städtischen Krankenhaus, 1919-1937 niedergelassene Kinderärztin in Wiesbaden; 1930 zweite Promotion und von ab 1931-1933 Sportärztin in Freiburg; 1933 Entlassung, 1938 Entzug der Approbation; 1940 Deportation nach Gurs, Südfrankreich; durch Vermittlung der Schweizer Akademikerinnen nach 4 Monaten verlegt zum Zwangsaufenthalt in Morlaas, Südfrankr.; 1942 Flucht in die Schweiz, bis 1945 Vorträge und schriftstellerisch tätig; 1952 Verleihung des Professorentitels durch die badische Landesregierung; 1956 Schweizer Bürgerrecht des Kantons Zürich
Mitgliedschaften: 1926-1928 im Vorstand des BDÄ; 1928 Gründungsmitglied der Ortsgruppe Freiburg des DAB
Biographische Literatur: Eduard Seidler, Kinderärzte 1933-1945, entrechtet-geflohen-ermordet, Bonn 2000, S. 240-241; Johanna Bleker und Sabine Schleiermacher, Else Liefmann, in: Dies., Ärztinnen im Kaiserreich. Lebensläufe einer Generation, Weinheim 2000, S. 273
Hauptwerke: Zur Klinik der Tubentuberkulose (Diss., 1908); Untersuchung über die eidetische Veranlagung von Schülerinnen an einer Höheren Mädchenschule (Diss., Leipzig: J.A. Barth, 1930); Helle Lichter auf dunklem Grund (Memoiren, Bern: Christliches Verlagshaus, 1966)