Dr. Alice Salomon

Titel: Dr.
Vorname: Alice
Name: Salomon
Beruf: Sozialreformerin
Geburtsdatum: 19.04.1872
Geburtsort: Berlin
Todesdatum: 30.08.1948
Sterbeort: New York
Ausbildung: 1902-1906 Studium (Nationalökonomie, Geschichte, Philosophie) in Berlin; 1906 Promotion
Beruflicher Werdegang: 1908 Gründung und bis 1925 Leitung der Sozialen Frauenschule Berlin; 1925 Gründerin der Deutschen Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit, Berlin und ab 1926 Direktorin der dort eingerichteten Forschungsabteilung (später Institut für Sozialwissenschaftliche Forschungen); 1929 Gründerin und Präsidentin der International Association of Schools of Social Work; 1932 Ehrendoktor der Univ. Berlin; 1933 aller Ämter in Deutschland enthoben; 1938 nach Verhören durch die Gestapo zur Emigration gezwungen und Flucht über Großbritannien nach New York; 1939 Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft und ihrer Doktortitel durch die Nationalsozialisten; 1944 amerikanische Staatsbürgerschaft
Mitgliedschaften: 1893 Beitritt, ab 1899 Vorsitzende der Mädchen- und Frauengruppen für soziale Arbeit in Berlin; 1900-1920 Schriftführerin und stellvertr. Vorsitzende des BDF; ab 1909 Schriftführerin des ICW; 1917-1933 Vorsitzende der Konferenz sozialer Frauenschulen Deutschlands
Biographische Literatur: Hans Muthesis (Hg.), Alice Salomon. Die Begründerin des sozialen Frauenberufs in Deutschland, Berlin 1958; Joachim Wieler, Alice Salomon, in: Jutta Dick und Martina Sassenberg (Hg.), Jüdische Frauen im 19. und 20. Jahrhundert. Lexikon zu Leben und Werk, Hamburg 1993, S. 324 ff; Gabriele Lautenschläger, Alice Salomon, in: Traugott Bautz (Hg.), Biographisches-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. 8, Herzberg 1995, Sp. 1247-1250; Anja Schüler, Frauenbewegung und soziale Reform. Jane Addams und Alice Salomon im transatlantischen Vergleich, 1889-1933, Stuttgart 2004; [Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Alice Salomon](http://www.bbkl.de/lexikon/bbkl-artikel.php?art=./S/Sa/salomon_a.art); [Neue Deutsche Biographie, Alice Salomon](http://www.deutsche-biographie.de/sfz109831.html)
Hauptwerke: Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer und Frauenarbeit (Diss., Leipzig: Duncker & Humblot, 1906); “Jugend- und Arbeitserinnerungen”, in: Bettina Conrad und Ulrike Leuschner (Hg.), Führende Frauen Europas: Elga Kerns Standardwerk von 1928 und 1930, S. 108–21 (München: Reinhardt, 1999, Erstveröffentlichung 1928); Charakter ist Schicksal. Lebenserinnerungen (Weinheim: Beltz, 1958)