Dr. Marie-Elisabeth Lüders

Titel: Dr.
Vorname: Marie-Elisabeth
Name: Lüders
Beruf: Nationalökonomin, Politikerin, Frauenrechtlerin
Geburtsdatum: 25.06.1878
Geburtsort: Berlin
Todesdatum: 23.03.1966
Sterbeort: Berlin
Verheiratet seit: verlobt bis 1907
Kinder: 1 (Hans-Uwe, geb. 1922)
Ausbildung: 1910 externes Abitur, Studium (Nationalökonomie) in Berlin; 1912 Promotion
Beruflicher Werdegang: 1902-1906 Zentrale für Private Fürsorge; 1914-1916 Aufbau einer Fürsorgeabteilung im besetzten Brüssel; 1916-1918 Leiterin der Frauenarbeitszentrale des deutschen Kriegsministeriums; seit 1919 Berufspolitikerin (DDP) und bis 1932 Reichstagsabgeordnete, Berliner Sozialstadträtin; 1934 Schreib- und Redeverbot, bis 1936 historische Forschungen; 1937 kurzzeitige Gestapo-Haft, 1938-1944 Untersuchungen über die internationale Entwicklung der Fischwirtschaft im Berliner Institut für Meereskunde; 1949-1951 Sozialsenatorin in West-Berlin; 1953-1961 Bundestagsabgeordnete (FDP); Ehrendoktorwürden der Univ. Berlin und Bonn
Mitgliedschaften: 1919 Gründungsmitglied der DDP, 1932 Austritt; 1923 Gründerin und Vorsitzende der Vereinigung der Nationalökonominnen; 1926 Gründungsmitglied und 1930-1933 Vorsitzende des DAB, Initiatorin des Berliner Studentinnen-Tagesheims, Vorstandsmitglied im BDF; deutsche IFUW-Delegierte, 1932 Delegierte bei der Genfer Abrüstungskonferenz, Mitarbeit im IFUW Committee on Careers for Women und im Committee on the Legal Status of Women; 1946 Mitglied der LDPD, später FDP, 1957 Ehrenvorsitzende; 1947 Mitglied der akademischen Kommission des Wilmersdorfer Frauenbundes und Mitinitiatorin der Wiedergründung des DAB; 1952 Bundesverdienstkreuz; 1953-1961 FDP Bundestagsabgeordnete, bis 1957 Alterspräsidentin des Bundestages; 1958 Ehrenbürgerschaft der Stadt Berlin
Biographische Literatur: Helmut Stubbe-da-Luz, Marie Elisabeth Lüders - erst Wohlfahrtspflegerin, dann Magistratsmitglied, in: Das Rathaus 12/84, S. 715-718; Irene Stoehr, Marie Elisabeth Lüders, in: Renate Genth, Reingard Jäkl, Rita Pawlowski, Ingrid Schmidt-Harzbach (Hg.), Frauenpolitik und politisches Wirken von Frauen im Berlin der Nachkriegszeit 1945-1949, Berlin 1996, S. 289-301; Irene Stoehr, Frauenerwerbsarbeit als Kriegsfall. Marie-Elisabeth Lüders: Variationen eines Lebensthemas, in: Gunilla-Friederike Budde (Hg.), Frauen arbeiten. Weibliche Erwerbstätigkeit in Ost- und Westdeutschland nach 1945, Göttingen 1997, S. 62-77; Bärbel Maul, Akademikerinnen in der Nachkriegszeit. Ein Vergleich zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, Frankfurt 2002, S. 423; [Neue Deutsche Biographie, Marie-Elisabeth Lüders](http://www.deutsche-biographie.de/sfz54914.html)
Hauptwerke: Das unbekannte Heer. Frauen kämpfen für Deutschland, 1914–1918 (Berlin: Mittler, 1936); Volksdienst der Frau (Berlin: Bott, 1937); Fürchte Dich nicht. Persönliches und Politisches aus mehr als 80 Jahren, 1878-1962 (Köln: Westdeutscher Verlag, 1963)
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